Über die Schwierigkeiten der Bestimmung:

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Porzellan mit diesem Dekor wurde im Laufe der Zeit von über 170 Firmen hergestellt, das macht es so vielfältig und interessant!

An den Porzellanmarken auf der Unterseite erkennt man die Manufaktur und die Zeit der Herstellung. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Hier steht nicht unbedingt der Firmenname, sondern ein Symbol - dann sucht man endlos.

Viele Firmen haben versucht, die Porzellanmarken der großen Firmen wie Meissen, KPM usw. zu imitieren. Wenn man anfängt, sich damit zu beschäftigen, geht man leicht auf Glatteis. (siehe Firmengeschichte von Krister oder Tielsch )

Manche Firma entwarf z.B. nach zehn Jahren eine neue Bodenmarke und einige Jahre später nahm man doch wieder die alte Marke. Oder man nutzte mehrere gleichzeitig. Da die meisten Manufakturen nicht mehr existieren, kann man wenigstens mit Bestimmtheit sagen von wann bis wann produziert wurde. Hierzu gibt es Fachliteratur, die man sich z.T. nicht leisten kann. Es gibt aber in einigen Bibliotheken die Möglichkeit, solche alten Bücher anzusehen - ist sehr interessant ! Über neue Porzellanmarken gibt es kaum Literatur - oder ich habe sie noch nicht gefunden, da mich mehr das alte Porzellan interessiert.

An der Form des Stückes kann man evtl auf die Zeit schliessen

So richtig schwierig wird es aber erst, wenn keine Marke vorhanden ist oder nur undefinierbare Zeichen oder Ziffern.

Zum Teil wurde bei Servicen nur ein Teil gemarkt, wenn man nicht alles hat, ist man ratlos. Hier ist es wichtig, zwischen handgemaltem oder mit Matritzen aufgebrachtem Dekor zu unterscheiden, um die Herstellungszeit einzugrenzen.

 

Anhand des Dekors und des Scherbens kann man ungefähr auf die Zeit schließen, da ganz alte Stücke handgemalt, später dann bis Anfang des 20. Jahrhunderts teilweise handgemalt wurden.

An der Form des Geschirrs kann man evtl. die Epoche feststellen, wie z.B. bei diesem Jugendstilkonvolut von Schaller:

Die Porzellandreher und –maler haben bis ca 1920 auch in Heimarbeit Geschirrteile bemalt. Sind also Zahlen und evtl. noch eine handgemalte Marke vorhanden, kann man davon ausgehen, das das Teil in Heimarbeit gefertigt wurde. Ist keine Marke oder nur irgendwelche Krakel zu sehen, hat man höchstwahrscheinlich das Produkt eines Winkelmalers in der Hand.

Fazit: oft ist es unmöglich Alter und Manufaktur korrekt zu bestimmen.

Mehr Tipps zu diesem Thema gibt es unter der Rubrik: über das Dekor

 

 

 

Unbekannte Porzellanmarken

Art des Dekors

Dekor