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Krister Porzellan-Manufaktur von 1831 bis heute |
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Als die 1831 gegründete "Krister Porzellan-Manufaktur" in Waldenburg (Schlesien) auf den Markt drängte, musste sie sich gegen die privilegierten Porzellan-Manufakturen durchsetzen. |
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Ein Mittel, dies zu erreichen, sah Krister anfangs unter anderem darin, die Porzellanmarken der bekannten "Königlichen Porzellan-Manufaktur" Berlin zu imitieren. Während die Berliner Manufaktur zur Kennzeichnung ihrer Porzellane ein Zepter verwandte, ahmte dies Krister durch einen Strich nach. |
Porzellanaufsteller 1930 |
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Als die "Königliche Porzellan Manufaktur" daraufhin das Zepter durch die Buchstaben KPM ergänzte, kombinierte Krister den bisherigen Strich ebenfalls mit der Buchstabenfolge KPM, die bei ihm allerdings für seine "Krister Porzellan-Manufaktur" stand und somit - trotz der Verärgerung in Berlin - nicht verhindert werden konnte. |
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Ab Ende 1844 wählte deshalb die "Königliche Porzellan-Manufaktur" für ihre Porzellane als Fabrikmarke den preußischen Adler mit Krone, Zepter und Reichsapfel zusammen mit den Buchstaben KPM. Krister variierte diese Fabrikmarke lediglich dadurch, das er auf seinen KPM-Porzellanen den Adler ohne die Insignien zeigte. |
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Hinzu kam, das Krister neben der Produktion von Porzellanen für den täglichen Gebrauch die Wünsche einer gehobenen Käuferschicht befriedigte, indem er Luxusgeschirre und Prunkstücke in den damals beliebten Stilrichtungen anbot. Übereinstimmungen in Form und Größe mit Porzellanen der Berliner Manufaktur waren sicherlich beabsichtigt. |
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Mit zunehmendem wirtschaftlichen Erfolg verzichtete Krister jedoch in seinen Fabrikmarken auf die Anlehnung an die Manufaktur in Berlin. Die nachfolgenden Fabrikmarken zeigen zwar meist die Buchstaben KPM, lassen jedoch ein eigenes Gestaltungsprofil erkennen. Die Qualität seiner Produkte wurde u. a. durch die Verleihung von Medaillen auf den Pariser Weltausstellungen 1857 und 1867 gewürdigt. |
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Als Carl Krister 1869 starb, hinterließ er ein Unternehmen, das - neben der Porzellan-Manufaktur von Carl Tielsch im benachbarten Altwasser - während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den größten Einzelwerken der deutschen Porzellanindustrie gehörte. Die Porzellanfabrik blieb bis zur ihrer Umwandlung in eine Aktiengesellschaft 1920 ein Familienunternehmen . |
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1921 nutzte der Rosenthal-Konzern die Gelegenheit, das in Schlesien gelegene "mächtige Werk" bei sich einzugliedern. Als "Krister Porzellan-Manufaktur, AG" fortgeführt, blieb der Name bis 1945 mit dem Werk in Waldenburg verbunden. |
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1945 besetzten russische Truppen Waldenburg. Bis dahin war in der "Krister Porzellan-Manufaktur" noch gearbeitet worden, die Belegschaft setzte ihre Arbeit fort. Während die Einwohner von Waldenburg 1945/46 vertrieben wurden, konnten oder mussten die Fachkräfte bis zur Einarbeitung der polnischen Zuwanderer in ihrem Heimatort bleiben. 1945 wurde die Fabrik von der polnischen Verwaltung übernommen und zunächst in die Staatliche Porzellanfabrik "KRISTER" und später in die Geschirrporzellanwerke "KRZYSZTOF" umbenannt. |
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Seit 1953 führt sie das Logo "W-Wawel" . |
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Im Mai 1995 entstand eine Aktiengesellschaft mit Belegschaftsbeteiligung und die Firma erhielt ihren heutigen Namen Porzellanfabrik "KRZYSZTOF" AG. In Polen zählt sie heute zu den bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren dieser Region, die 2001 ihr 170jähriges Bestehen feierte. |
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Der Rosenthal-Konzern gründete in Landstuhl/Rheinland-Pfalz 1951/52 ein Ersatzwerk für die "Krister Porzellan-Manufaktur" unter demselben Namen. Das neue Werk übernahm eine der letzten Fabrikmarken aus Waldenburg, ergänzt durch ein "R". 1965 wurde der Sitz der "Krister Porzellan-Manufaktur, AG" noch nach Marktredwitz/Bayern verlegt. |
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Im Interesse einer "organisatorischen Vereinfachung" innerhalb des Konzerns erlosch 1971 der Name des schlesischen Großunternehmens. |
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