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Die Porzellanfabrik Moschendorf von 1878 bis 1957 |
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1879 erfolgte der Eintrag einer Porzellanfabrik ins Gewerberegister der Stadt Hof. |
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1895 erfolgte die Gründung der "Porzellanfabrik Moschendorf AG" . |
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1909 übernahm Otto Reinecke die Direktion des Moschendorfer Betriebes, nach Auflösung der Aktiengesellschaft übernahm er 1937 das Unternehmen. |
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Der Strohhalmdekor war von etwa 1915 bis gegen Ende der fünfziger Jahre der große Verkaufserfolg der Porzellanfabrik Moschendorf auf jeweils zeittypischen Geschirrformen. Die bekannteste war eine konische Form aus starkwandigem Gebrauchsporzellan, die auch mit anderen Unterglasur- und Aufglasurdekoren erhältlich war. |
Speiseservice Form "Feston" ab 1920, |
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Die Porzellanfabrik Moschendorf hatte in den Kriegsjahren zunehmend mit Repressalien zu rechnen, da Otto Reinecke bei den nationalsozialistischen Machthabern als erklärter Gegner des Regimes bekannt war . Als er sich weigerte, Geschirr für Wehrmachtsbedarf herzustellen, war dies der Anlaß, die Fabrik endgültig zu schließen.
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Kaffeeservice 1915 |
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Bereits 1941 war auf Pachtgrund der Porzellanfabrik ein Barackenlager für osteuropäische Zwangsarbeiter erbaut worden. 1944 wurde direkt auf dem Fabrikgelände ein Arbeitslager, zunächst als Außenstelle des KZ Dachau, errichtet, dann wurde es der Verwaltung des KZ Flossenbürg unterstellt. Es galt als Filiale des Hauptzeugamtes der SS in Oranienburg. Die SS-Offiziere bewohnten Otto Reineckes Villa direkt neben den Fabrikgebäuden. Erst kurz vor dem Einmarsch amerikanischer Truppen 1945, wurde das Lager aufgelöst. Von den zuletzt 107 Häftlingen gelang einem Teil die Flucht, die übrigen wurden nach Dachau transportiert; nicht einmal die Hälfte von ihnen überlebte. |
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Während die meisten nordbayerischen Porzellanfabriken ihre Produktion bald nach Kriegsende fortsetzen konnten, verzögerte es sich in Moschendorf bis zum Herbst 1948, da Reinecke von den Amerikanern der Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten bezichtigt wurde - aus der Tatsache, daß auf seinem Gelände ein Lager existiert hatte, schlossen sie, daß er der SS angehörte und ließen als Entschädigung große Teile der Porzellanvorräte abtransportieren. |
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1951 verstarb Otto Reinecke, er war unverheiratet und kinderlos, und die Leitung des Betriebes ging in die Hände von Elli Künzel, Reineckes langjähriger Wirtschafterin und Erbin, über. |
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Bereits zu Beginn der fünfziger Jahre begannen sich die Probleme abzuzeichnen, die schließlich die Stillegung des Betriebes im Jahre 1957 nach sich ziehen sollten. |
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Wer noch mehr wissen will - es gibt jetzt eine Homepage zu dieser Firma unter |
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www.moschendorfer-porzellan.de |