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Porzellanfabrik Triptis seit 1891 bis heute |
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Mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie Gera - Eichicht wurde Triptis an das Eisenbahnnetz Deutschlands angeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich die Stadt von einen Ackerbürgerstädtchen zu einem modernen Industriestandort. |
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Am 01.04.1891 erfolgte die Grundsteinlegung der Triptiser Porzellanfabrik durch Hermann Unger, die ab 1892 als "Unger & Gretschel" firmierte. 1896 wurde sie zur Aktiengesellschaft "Porzellanfabrik Triptis" mit einer Million Reichsmark Kapital umgewandelt. 1905 waren bereits 440 Mitarbeiter in der Porzellanfabrik Triptis |
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1906 wurde das Aktienkapital verdoppelt und die Porzellanfabrik der Gebr. Urbach in Turm (Böhmen) mit 400 Beschäftigten erworben. 1909 kamen die Glasfabriken S. Fischmann Söhne in Prag, Teplitzschau und Eichwald dazu und 1912 die Steingutunternehmungen Gebrüder Lichtenstern in Wilhelmsburg und Dittmars Erben in Znaim. Aufgrund der Zukäufe traf die Firmenbezeichung "Porzellanfabrik" nicht mehr zu. Sie wurde umbenannt in |
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"Triptis Aktiengesellschaft" |
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1914 wurde das Werk aufgrund der Mobilmachung zum 1.Weltkrieg stillgelegt. Ab 1919 gab es eine Aufwärtsentwicklung während der "Goldenen Zwanziger", aber 1929 gab es aufgrund der Weltwirtschaftskrise schwere Einschränkungen im Betrieb, 1933 gab es nur noch 150 Mitarbeiter in Kurzarbeit |
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1938 wurde die "Triptis Aktiengesellschaft" durch den Winterling Konzern Schwarzenbach übernommen. |
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Mehr als 50% der Porzellanfabrik wurden durch Bombenangriffe 1945 zerstört. 1946 begann der Wiederaufbau unter sowjetischer Herrschaft. Nach Kriegsende wurden die Betriebe enteignet und es entwickelten sich die Volkseigenen Betriebe, speziell der keramischen und der metallverarbeitenden Industrie. Das Werk ging in Volkseigentum über als "VEB Porzellanwerk Triptis". 1947 wurde die Produktion wieder gestartet. |
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Das Porzellanwerk Triptis war größter Arbeitgeber im Territorium und viele Einpendler aus der umliegenden Umgebung waren in diesem Betrieb tätig. Der Betrieb hatte bis zu 1000 Beschäftigte, davon ca. 80 Prozent Frauen. |
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1959 war Baubeginn des neuen Porzellanwerks (das heutige), 1962 wurde die Produktion im alten Werk eingestellt. |
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1968 Eingliederung in den "Kombinat Vereinigten Porzellanwerke" der DDR, aber 1987 wieder ausgegliedert - Triptis arbeitet wieder als eigenständiger VEB. |
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Mit der Einheit Deutschlands erfolgte die Privatisierung aller Betriebe des Territoriums, die Firma wurde 1990 als "Triptis Porzellan GmbH" eingetragen, mit 400 Mitarbeitern. |
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Nach dem Konkurs der GmbH 1997 gab es den Neustart als "Triptis Porzellan GmbH & Co KG" mit 60 Mitarbeitern mit einem Umsatz in 1997 von bereits wieder 10,5 Millionen DM. 1999 gab es bereits 140 Mitarbeiter Stammpersonal, die 32 Millionen DM Umsatz erwirtschaften. |
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1999 Übernahme der Marken- und Modellrechte der "Lengsfeld Rhön Porzellan" (Stadtlengsfeld) - damit Einstieg ins Hotelporzellan. |
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2000 Übernahme der Marken- und Modellrechte der "Freiberg Porzellan" - damit Festigung des Standbeins Hotelporzellan .Übernahme der Marken "Winterling" und "Eschenbach" und dem Porzellanstandort in Windischeschenbach. |
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In den beiden Fabriken werden mit 440 Mitarbeitern ca 55 Mill. DM, was in etwa 5000 t Porzellan entspricht, jährlich produziert. |
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1999 bis 2000 übernahm Triptis-Porzellan GmbH & Co. KG die Produktion von: |
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"Lengsfeld-Porzellan" |
"Eschenbach" |
"Freiberger-Porzellan" |
und "Winterling" |
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Zum Jahresende 2003 stellte Triptis in Windischeschenbach in der Oberpfalz die Produktion komplett ein. |
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Anfang November2004 meldete Triptis-Porzellan erneut Insolvenz an. Betroffen sind davon auch die Marken Winterling und Eschenbach. Insgesamt 170 Mitarbeiter standen damit vor einer ungewissen Zukunft. Seitdem ruhte die Produktion in dem Werk, die 170 Beschäftigten wurden "freigestellt". |
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Die Insolvenz konnte abgewendet werden, in dem Werk wird jetzt wieder produziert. Der Ilmenauer Porzellanfabrikant Rolf Frowein hat das Porzellanwerk in Triptis übernommen. Er hatte das Werk bis Ende Dezember gepachtet, ab Mitte Mai 2005 wurden wieder 50 Mitarbeiter in der Produktion beschäftigt. |
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Bis dahin waren 15 Beschäftigte im Einsatz, die bis Mai mit einem Sonderverkauf die Lager in Triptis räumten. Alle Porzellanserien, die nicht mehr weiter hergestellt werden, wurden verkauft. Dabei handelt es sich um 750 Tonnen Geschirr. Zu fünf Euro pro Kilo wurden unter anderem Serien der Marken Winterling und Eschenbach angeboten. |
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Nach eigenen Angaben will Frowein in den kommenden Monaten bis zu 100 Mitarbeiter einstellen. Es gebe zwei Großaufträge aus dem Handel, so ein Firmensprecher. Es sei aber noch offen, ob Triptis Porzellan die Namensrechte für die bekannten Marken Eschenbach und Winterling erhalte. |
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(Quelle: MDR Juni 2005) |